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Materialkunde Tischdecken

Welches Material ist für Tischdecken am besten?

Baumwolle, Polyester oder Leinen – welches Material für eine Tischdecke geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie und wie häufig die Tischwäsche genutzt wird.

Für eine festlich gedeckte Tafel können andere Eigenschaften wichtig sein als für den täglichen Einsatz oder in der Gastronomie. Waschbarkeit, Pflegeaufwand, Knitterverhalten, Stofffall und die gewünschte Optik spielen deshalb bei der Auswahl eine ebenso große Rolle wie die Faser selbst.

Dabei lohnt sich ein genauerer Blick: Zwei Tischdecken aus 100 % Baumwolle können sich deutlich unterscheiden. Garnqualität, Webart, Stoffgewicht und Veredelung beeinflussen Griff, Aussehen und Gebrauchseigenschaften. Auch Damast ist beispielsweise kein eigenes Material, sondern eine Webart.

In dieser Materialkunde zeigen wir Ihnen, worin sich die wichtigsten Materialien und Webarten unterscheiden und welche Eigenschaften für Alltag, festliche Tafeln und den professionellen Einsatz besonders relevant sind.

Materialien im Vergleich

Baumwolle, Polyester oder Leinen – was passt zu Ihrem Einsatz?

Jedes Material hat andere Stärken. Entscheidend ist deshalb nicht, welches Material grundsätzlich „besser“ ist, sondern welche Eigenschaften Ihnen bei Nutzung, Pflege und Optik besonders wichtig sind.

Baumwolle
Natürlich, klassisch und vielseitig

Baumwolle fühlt sich angenehm und natürlich an und eignet sich sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für festlich gedeckte Tische und die Gastronomie.

Typisch: natürliche Haptik, gute Waschbarkeit und je nach Webart eine sehr unterschiedliche Optik – von schlichtem Uni-Gewebe bis zum gemusterten Damast.

Polyester
Pflegeleicht und knitterarm

Polyester eignet sich besonders, wenn Tischwäsche schnell wieder einsatzbereit sein soll und möglichst wenig Bügelaufwand gewünscht ist.

Typisch: formstabil, knitterarm und schnell trocknend. Zusätzliche Ausrüstungen können die Pflegeeigenschaften weiter verbessern.

Leinen & Halbleinen
Charakteristische Struktur und natürlicher Fall

Leinen besitzt eine unverwechselbare, natürliche Oberflächenstruktur. Halbleinen verbindet Leinen mit Baumwolle und kombiniert damit Eigenschaften beider Fasern.

Typisch: markante Stoffstruktur und natürliche Optik. Falten und Knitter gehören stärker zum Erscheinungsbild als bei pflegeleichten Synthetikgeweben.

Material richtig einordnen

Warum „100 % Baumwolle“ noch nicht alles über eine Tischdecke sagt

Die Faser ist nur ein Teil der Materialbeschreibung. Auch das verwendete Garn, die Webart und die Veredelung beeinflussen, wie eine Tischdecke aussieht, sich anfühlt und sich im täglichen Gebrauch verhält.

1. Faser
Baumwolle, Polyester oder Leinen

Die Faser bildet die Grundlage des Gewebes. Sie beeinflusst unter anderem Haptik, Pflegeverhalten, Knitterneigung und den Charakter des Stoffes.

Eine Angabe wie „100 % Baumwolle“ beschreibt also zunächst das Ausgangsmaterial – noch nicht die fertige Oberflächenstruktur der Tischdecke.

2. Garn
Auch die Garnkonstruktion macht einen Unterschied

Aus den Fasern werden Garne hergestellt, aus denen anschließend das Gewebe entsteht. Dabei können unterschiedlich aufgebaute Garne verwendet werden.

Bei hochwertiger Tischwäsche begegnet Ihnen beispielsweise der Begriff Vollzwirn. Darauf gehen wir im nächsten Abschnitt noch genauer ein.

3. Webart
Damast und Atlas sind keine eigenen Fasern

Begriffe wie Damast oder Atlas beschreiben die Art, wie die Garne miteinander verwoben werden. Dadurch entstehen unterschiedliche Oberflächen, Muster und Lichtwirkungen.

Eine Damasttischdecke kann deshalb beispielsweise aus 100 % Baumwolle bestehen – „Damast“ bezeichnet dabei die Webart und nicht das Fasermaterial.

4. Veredelung
Eigenschaften können zusätzlich beeinflusst werden

Nach dem Weben kann ein Gewebe weiter behandelt oder ausgerüstet werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Optik, Griff oder Pflegeeigenschaften verändern.

Ein Beispiel ist das Mercerisieren von Baumwolle. Durch diese Veredelung kann die Baumwolle glatter und glänzender wirken und erhält eine höhere Festigkeit. Auch mehrere Baumwollqualitäten in unserem Sortiment sind mercerisiert.

Baumwolle

Baumwoll-Tischdecken: natürlich, vielseitig und belastbar

Baumwolle gehört zu den klassischen Materialien für Tischwäsche. Sie besitzt eine natürliche Haptik, nimmt Feuchtigkeit gut auf und lässt sich – abhängig von Gewebe und Ausrüstung – auch bei höheren Temperaturen waschen.

Für Tischdecken ist jedoch nicht allein entscheidend, dass ein Stoff aus Baumwolle besteht. Garnqualität, Webart, Stoffgewicht und Veredelung bestimmen wesentlich mit, wie glatt, fest, weich oder glänzend die fertige Tischdecke wirkt.

Haptik
Natürliches Stoffgefühl

Baumwollgewebe fühlen sich angenehm und textil an. Je nach Garn und Webart kann die Oberfläche eher glatt, griffig oder fein strukturiert wirken.

Pflege
Gut waschbar, aber nicht automatisch bügelfrei

Baumwolle eignet sich gut für regelmäßig gewaschene Tischwäsche. Nach dem Waschen kann das Gewebe jedoch knittern und je nach gewünschtem Erscheinungsbild Bügeln oder Mangeln erfordern.

Optik
Von schlicht bis festlich

Dieselbe Faser kann sehr unterschiedlich aussehen: Baumwolle lässt sich als schlichtes Uni-Gewebe ebenso verarbeiten wie als Damast mit eingewebtem Muster oder mit Atlasstreifen.

Einsatz
Für private Tafeln und Gastronomie

Je nach Ausführung eignet sich Baumwoll-Tischwäsche sowohl für den privaten Esstisch und festliche Anlässe als auch für den regelmäßigen professionellen Einsatz.

Wichtig bei der Auswahl
100 % Baumwolle bedeutet nicht automatisch dieselbe Stoffqualität

Zwei Tischdecken können beide mit „100 % Baumwolle“ gekennzeichnet sein und sich trotzdem deutlich unterscheiden. Erst Angaben zu Garn, Webart, Gewicht und Verarbeitung geben ein genaueres Bild davon, wie sich der Stoff anfühlt und für welchen Einsatz er geeignet ist.

Garnqualität

Was bedeutet Vollzwirn bei Tischdecken?

Bei einem Vollzwirngewebe bestehen sowohl die Kettfäden als auch die Schussfäden aus gezwirnten Garnen. Dafür werden mehrere Einzelgarne miteinander verdreht und anschließend zu einem Gewebe verarbeitet.

Diese Garnkonstruktion sorgt für eine hohe Festigkeit und unterstützt eine gleichmäßige, glatte Gewebeoberfläche. Gerade bei Tischwäsche, die regelmäßig gewaschen und stark beansprucht wird, ist das ein wichtiger Qualitätsaspekt.

Kette & Schuss
Gezwirnte Garne in beide Richtungen

„Vollzwirn“ bedeutet nicht einfach nur einen dickeren Stoff. Entscheidend ist, dass sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung des Gewebes gezwirnte Garne eingesetzt werden.

Festigkeit
Für regelmäßig beanspruchte Tischwäsche

Durch die gezwirnten Garne entsteht ein belastbares Gewebe. Das ist besonders interessant, wenn Tischwäsche häufig genutzt, gewaschen oder in der Gastronomie regelmäßig aufbereitet wird.

Oberfläche
Gleichmäßig und glatt

Vollzwirngewebe können eine besonders gleichmäßige und glatte Oberfläche besitzen. Wie die Tischdecke letztlich wirkt, hängt zusätzlich von Webart, Gewicht und Veredelung ab.

Im Sortiment
Zum Beispiel Klara und Padua

Auch in unserem Sortiment finden Sie Tischwäsche aus Vollzwirn-Baumwolle, zum Beispiel bei den Serien Klara und Padua.

Wichtig zu wissen
Vollzwirn beschreibt die Garnkonstruktion – nicht die Webart

Eine Tischdecke kann beispielsweise aus 100 % Baumwolle bestehen, als Vollzwirngewebe gefertigt sein und zusätzlich eine bestimmte Webart oder Musterung besitzen. Die Angaben beschreiben also unterschiedliche Eigenschaften desselben Stoffes.

Webart Damast

Was ist Damast – Material oder Webart?

Damast ist kein eigenes Fasermaterial, sondern eine Webart. Eine Damast-Tischdecke kann beispielsweise vollständig aus Baumwolle bestehen. Das charakteristische Muster entsteht beim Weben und wird nicht nachträglich auf den Stoff gedruckt.

Durch den Wechsel unterschiedlicher Bindungen reflektiert die Oberfläche das Licht je nach Blickrichtung verschieden. Dadurch kann das eingewebte Muster einmal heller und einmal dunkler erscheinen – obwohl der Stoff einfarbig ist.

Muster
Direkt in das Gewebe eingewebt

Ornamente, florale Motive oder geometrische Muster entstehen bereits während des Webens. Es handelt sich also nicht um einen aufgedruckten Dekor.

Lichtwirkung
Das Muster verändert sich mit dem Blickwinkel

Je nachdem, wie das Licht auf die Tischdecke fällt, treten einzelne Flächen des Musters heller oder dunkler hervor. Diese wechselnde Lichtwirkung gehört zum typischen Charakter von Damast.

Material
Damast kann aus Baumwolle bestehen

Die Bezeichnung „Damast“ sagt zunächst nichts darüber aus, aus welcher Faser der Stoff besteht. Unsere Damast-Tischdecken werden beispielsweise aus 100 % Baumwolle gefertigt.

Wirkung
Muster ohne zusätzliche Farbe

Gerade bei weißer Tischwäsche lassen sich mit Damast sichtbare Muster erzeugen, ohne eine zusätzliche Druckfarbe einzusetzen. Das ergibt eine klassische, je nach Muster aber auch sehr moderne Tischoptik.

Kurz erklärt
Baumwolle beschreibt die Faser – Damast die Webart

Eine Bezeichnung wie „Damast-Tischdecke aus 100 % Baumwolle“ enthält deshalb zwei unterschiedliche Informationen: Baumwolle nennt das verwendete Fasermaterial, Damast beschreibt die Art des Gewebes und die Entstehung des Musters.

Webart Atlas

Was bedeutet Atlas bei Tischdecken?

Auch Atlas ist kein eigenes Fasermaterial, sondern bezeichnet eine bestimmte Bindungsart beim Weben. Durch die besondere Führung der Garne entstehen vergleichsweise glatte Flächen mit einer leicht glänzenden Lichtwirkung.

Bei Tischwäsche kann die Atlasbindung gezielt eingesetzt werden, um Streifen oder andere Flächen sichtbar vom übrigen Gewebe abzuheben. Das Muster entsteht dabei bereits beim Weben und nicht durch einen nachträglichen Aufdruck.

Bindungsart
Atlas beschreibt die Webtechnik

Bei der Atlasbindung verlaufen einzelne Fäden über mehrere Gegenfäden, bevor sie wieder eingebunden werden. Dadurch wirkt die Oberfläche glatter und kann Licht stärker reflektieren.

Optik
Glatte und leicht glänzende Flächen

Atlasbereiche heben sich je nach Lichteinfall sichtbar vom übrigen Gewebe ab. So können auch einfarbige Tischdecken eine strukturierte und elegante Oberfläche erhalten.

Atlasstreifen
Muster direkt in das Gewebe eingewebt

Bei Tischdecken mit Atlasstreifen entsteht der Streifen durch die Webart selbst. Er ist daher Bestandteil des Gewebes und kein aufgedrucktes oder nachträglich aufgebrachtes Dekor.

Im Sortiment
Zum Beispiel bei der Serie Padua

Unsere Tischwäsche Padua verbindet 100 % Vollzwirn-Baumwolle mit eingewebten Atlasstreifen. Dadurch erhält der Stoff eine klassische Streifenstruktur, ohne dass dafür ein Druckmuster erforderlich ist.

Kurz erklärt
Baumwolle ist das Material – Atlas beschreibt die Bindung

Eine Tischdecke kann also gleichzeitig aus 100 % Baumwolle, als Vollzwirngewebe gefertigt und mit Atlasstreifen gewebt sein. Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Merkmale desselben Stoffes.

Polyester

Polyester-Tischdecken: pflegeleicht und knitterarm

Polyester eignet sich besonders für Tischwäsche, die pflegeleicht, formstabil und schnell wieder einsatzbereit sein soll. Im Vergleich zu Baumwolle knittert Polyester in der Regel deutlich weniger und trocknet schneller.

Deshalb ist das Material besonders interessant, wenn Tischdecken häufig genutzt und gewaschen werden oder wenn möglichst wenig Bügelaufwand gewünscht ist.

Pflege
Weniger Bügelaufwand

Polyestergewebe knittern weniger stark als viele Naturfasern. Dadurch lassen sie sich nach dem Waschen oft schneller wieder einsetzen.

Formstabilität
Maßhaltig im Gebrauch

Polyester ist formstabil und verändert seine Abmessungen beim Waschen in der Regel nur gering. Das erleichtert die regelmäßige Pflege und den wiederholten Einsatz.

Trocknung
Schnell wieder einsatzbereit

Die Faser nimmt deutlich weniger Feuchtigkeit auf als Baumwolle und trocknet deshalb vergleichsweise schnell.

Im Sortiment
Zum Beispiel die Serie Jatta

Unsere Tischwäsche Jatta besteht aus 100 % Polyester und ist auf einen besonders pflegeleichten Einsatz ausgelegt. Die zusätzliche Fleckschutzausrüstung erleichtert die Reinigung im Alltag.

Baumwolle oder Polyester?
Die Nutzung entscheidet

Baumwolle wird häufig gewählt, wenn eine natürliche Haptik und klassische textile Wirkung im Vordergrund stehen. Polyester ist dagegen besonders praktisch, wenn geringer Pflegeaufwand, Knitterarmut und schnelle Wiederverwendbarkeit wichtiger sind. Welche Variante besser passt, hängt daher vom jeweiligen Einsatz ab.

Leinen & Halbleinen

Leinen und Halbleinen bei Tischwäsche

Leinen besitzt eine charakteristische natürliche Struktur und einen unverwechselbaren Griff. Für Tischwäsche wird es sowohl als reines Leinen als auch in Verbindung mit Baumwolle verwendet.

Halbleinen ist eine genau definierte Gewebeart: Die Kette besteht aus reiner Baumwolle, der Schuss aus reinem Leinen. Der Leinenanteil beträgt dabei mindestens 40 % des Gewichts des entschlichteten Gewebes. Halbleinen verbindet damit gezielt Eigenschaften beider Naturfasern.

Leinen
Markante natürliche Struktur

Leinengewebe besitzen eine lebendige Oberfläche und wirken weniger vollkommen glatt als viele fein gewebte Baumwollstoffe. Gerade diese leichte Unregelmäßigkeit gehört zum typischen Erscheinungsbild von Leinen.

Halbleinen
Baumwollkette und Leinenschuss kombiniert

Bei Halbleinen besteht die Kette aus Baumwolle und der Schuss aus Leinen. Der Leinenanteil muss mindestens 40 % betragen. So verbindet das Gewebe Eigenschaften beider Naturfasern.

Knitter
Falten gehören zum Materialcharakter

Leinen knittert deutlich sichtbar. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern eine typische Eigenschaft der Faser. Wer eine vollkommen glatte Tischfläche bevorzugt, muss deshalb mit entsprechendem Bügel- oder Mangelaufwand rechnen.

Optik
Natürlich statt vollkommen gleichmäßig

Leinen und Halbleinen eignen sich besonders, wenn eine natürliche, textile Tischgestaltung gewünscht ist. Die sichtbare Struktur unterscheidet sich deutlich von sehr glatten Baumwoll- oder Polyestergeweben.

Gut zu wissen
Leinentypische Unregelmäßigkeiten gehören zum Erscheinungsbild

Kleine Verdickungen oder Unterschiede in der Garnstruktur können bei Leinen sichtbar sein. Sie entstehen aus dem natürlichen Charakter der Faser und tragen zur typischen Leinenoptik bei.

Entscheidungshilfe

Welches Tischdeckenmaterial passt zu welchem Einsatz?

Die richtige Wahl hängt weniger davon ab, welches Material allgemein „am besten“ ist, sondern davon, welche Eigenschaften im täglichen Gebrauch wichtig sind. Pflegeaufwand, gewünschte Optik und Häufigkeit der Nutzung können zu unterschiedlichen Entscheidungen führen.

Alltag
Pflege und Optik ausbalancieren

Für den täglichen Esstisch eignen sich sowohl Baumwolle als auch pflegeleichte Polyestergewebe. Wer eine natürliche Haptik bevorzugt, greift eher zu Baumwolle; wer möglichst wenig Bügelaufwand möchte, kann Polyester wählen.

Festliche Tafel
Webart und Stoffwirkung rücken in den Vordergrund

Für festliche Anlässe spielen Oberflächenstruktur und Lichtwirkung häufig eine größere Rolle. Baumwoll-Damast oder Tischwäsche mit Atlasstreifen kann durch eingewebte Muster eine besonders dekorative Wirkung erzielen.

Gastronomie
Belastbarkeit und Aufbereitung mitdenken

Bei häufigem Einsatz sind Waschbarkeit, Gewebefestigkeit und eine zuverlässige Wiederaufbereitung besonders wichtig. Vollzwirn-Baumwolle ist deshalb eine interessante Wahl für klassische, regelmäßig gewaschene Tischwäsche.

Möglichst pflegeleicht
Knitterarm und schnell wieder einsatzbereit

Wenn möglichst wenig Bügelaufwand im Vordergrund steht, bieten Polyester-Tischdecken Vorteile. Sie knittern weniger, trocknen schnell und können je nach Ausrüstung zusätzliche pflegeleichte Eigenschaften besitzen.

Natürliches Erscheinungsbild
Leinenstruktur bewusst einsetzen

Leinen und Halbleinen passen besonders gut, wenn eine natürliche Oberfläche und eine lebendige Stoffstruktur gewünscht sind. Sichtbare Falten und leichte Unregelmäßigkeiten gehören dabei zum typischen Charakter des Materials.

Klassisch weiß
Material und Webart gemeinsam auswählen

Auch bei weißer Tischwäsche gibt es große Unterschiede: schlichtes Baumwollgewebe wirkt zurückhaltend, Damast bringt eingewebte Muster ins Spiel und Atlasstreifen erzeugen eine dezente Struktur durch unterschiedliche Lichtreflexion.

Entscheidung in Kurzform
Erst den Einsatz festlegen – dann Material und Webart wählen

Wenn Sie vor der Auswahl zuerst klären, wie häufig die Tischdecke verwendet wird, wie pflegeleicht sie sein soll und welche Optik Sie wünschen, lässt sich das passende Material deutlich leichter eingrenzen. Anschließend entscheiden Webart, Garn und Verarbeitung über die konkrete Ausführung.

Stoffgewicht

Was bedeutet g/m² bei einer Tischdecke?

Das Stoffgewicht wird bei Tischwäsche häufig in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben. Eine Angabe von 200 g/m² bedeutet vereinfacht: Ein Quadratmeter dieses Gewebes wiegt ungefähr 200 Gramm.

Die Grammatur gibt damit einen Hinweis auf das Gewicht des Gewebes, sagt aber nicht allein aus, wie hochwertig, dick oder strapazierfähig eine Tischdecke ist. Faser, Garn, Webart und Veredelung müssen immer mit betrachtet werden.

Bedeutung
Gewicht pro Quadratmeter

Mit g/m² lassen sich Gewebe unabhängig von der fertigen Tischdeckengröße beschreiben. Die Angabe bezieht sich also auf die Fläche des Stoffes und nicht auf das Gesamtgewicht der fertigen Tischdecke.

Vergleich
Mehr Gramm bedeutet nicht automatisch bessere Qualität

Ein höheres Stoffgewicht kann zu einem kräftigeren Gewebe beitragen. Für die Beurteilung der Qualität reicht die Zahl allein jedoch nicht aus. Auch Garnkonstruktion, Webart, Fasermaterial und Verarbeitung spielen eine wichtige Rolle.

Im Sortiment
200 und 215 g/m² können sehr unterschiedlich wirken

Unsere weiße Baumwoll-Tischwäsche Klara liegt beispielsweise bei etwa 200 g/m². Die Vollzwirn-Tischwäsche Padua besitzt etwa 215 g/m².

Gutes Beispiel
Gleiche Grammatur – anderes Material

Auch die Polyester-Tischwäsche Jatta wird mit etwa 215 g/m² angeboten. Padua und Jatta können damit dasselbe Flächengewicht besitzen und sich trotzdem deutlich in Haptik, Knitterverhalten und Pflegeeigenschaften unterscheiden.

Merksatz
g/m² ist eine wichtige Kennzahl – aber nur eine von mehreren

Vergleichen Sie das Stoffgewicht immer zusammen mit Material, Garn, Webart und Pflegeeigenschaften. Erst diese Angaben gemeinsam vermitteln ein sinnvolles Bild davon, wie sich eine Tischdecke im Gebrauch verhält.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Tischdecken-Materialien

Ist Damast ein Material?

Nein. Damast bezeichnet eine Webart und nicht das Fasermaterial. Eine Damast-Tischdecke kann zum Beispiel aus 100 % Baumwolle bestehen. Das charakteristische Muster entsteht bereits beim Weben und ist Bestandteil des Gewebes.

Was bedeutet Vollzwirn bei Tischdecken?

Bei einem Vollzwirngewebe werden sowohl in Kett- als auch in Schussrichtung gezwirnte Garne verwendet. Dadurch entsteht ein belastbares und gleichmäßiges Gewebe, das sich besonders für regelmäßig beanspruchte Tischwäsche eignet.

Was ist besser für Tischdecken – Baumwolle oder Polyester?

Das hängt vom gewünschten Einsatz ab. Baumwolle wird häufig wegen ihrer natürlichen Haptik und klassischen textilen Wirkung gewählt. Polyester ist dagegen besonders interessant, wenn Knitterarmut, schnelle Trocknung und geringer Pflegeaufwand wichtig sind.

Was sagt das Stoffgewicht in g/m² über eine Tischdecke aus?

Die Angabe g/m² beschreibt das Gewicht eines Quadratmeters Stoff. Sie gibt einen Hinweis auf die Grammatur des Gewebes, reicht aber allein nicht aus, um Qualität oder Strapazierfähigkeit zu beurteilen. Auch Material, Garn, Webart und Verarbeitung spielen eine Rolle.

Ist eine schwere Tischdecke automatisch hochwertiger?

Nein. Ein höheres Stoffgewicht bedeutet zunächst nur, dass das Gewebe pro Quadratmeter mehr wiegt. Zwei Tischdecken mit gleicher oder ähnlicher Grammatur können sich durch Faser, Garnkonstruktion und Webart trotzdem deutlich unterscheiden.

Knittert Leinen immer stärker als Baumwolle oder Polyester?

Leinen zeigt typischerweise eine deutlich sichtbare Knitterstruktur. Diese Falten gehören zum charakteristischen Erscheinungsbild des Materials. Polyester ist im Vergleich meist knitterärmer; bei Baumwolle hängt das Verhalten zusätzlich von Gewebe und Ausrüstung ab.

Ist Atlas dasselbe wie Satin?

Atlasbindung und Satinbindung bezeichnen dieselbe Grundbindung beim Weben. Als Satin bezeichnet man häufig das daraus entstehende glatte, oft leicht glänzende Gewebe. Satin ist deshalb ebenfalls keine Faserbezeichnung: Ein Satin kann beispielsweise aus Baumwolle oder Polyester bestehen.

Welches Tischdeckenmaterial ist besonders pflegeleicht?

Wenn möglichst wenig Bügelaufwand und eine schnelle Trocknung wichtig sind, sind Polyester-Tischdecken häufig besonders praktisch. Wer dagegen eine natürliche Haptik bevorzugt, kann Baumwolle, Leinen oder Halbleinen wählen und einen höheren Pflegeaufwand bewusst in Kauf nehmen.